Mein Name ist Susanne Mäntele.  Ich wohne im Thalasso-Nordseeheilbad Neuharlingersiel, einem kleinen Fischerdorf an der ostfriesischen Nordseeküste mit romantischem Kutterhafen, viel maritimen Flair, echten Fischern – und einer Windmühle. Über 100.000 Gäste verbringen jedes Jahr ihren Erholungs- oder Gesundheitsurlaub in unserem Fischerdorf. Ich freue mich sehr, dass ich als Marketingleiterin des Kurverein Neuharlingersiel e.V. diesen Urlaubsort vermarkten darf.
 
Schon als Kind habe ich gerne gemalt. Meine Mutter hat die Bilder, die ich ihr geschenkt habe, immer aufgehängt. Das hat mich ermutigt, weiter zu malen. Als Jugendliche haben mich Bilder einiger großer Meister inspiriert. Ich habe begonnen, mich mit deren Stilen auseinander zu setzen. Bei all diesem Versuchen habe ich festgestellt, dass es an der Zeit ist, endlich einen eigenen Stil zu entwickeln.
 
Ich habe ich mich zu einem Malkurs in der Provence angemeldet. Mein Ziel war es, dort  Inspiration, mehr Mut und meinen Stil zu finden. Mein Mal-Lehrer Ingo hat mich bei meiner Suche unterstützt. Er sagte: „Du bist Linkshänderin. Nimm den Stift doch mal in die rechte Hand und male“. Ich sagte ihm, dass ich mit rechts nicht malen könne. Das wäre unmöglich. Ingo hängte mir in seinem Atelier ein Foto von einer seiner Ziegen auf dem Kopf stehend an die Wand und sagte: „Male diese Ziege mit deiner rechten Hand auf dem Kopf“. Ich wollte ihm beweisen, dass das nicht funktioniert – falsche Hand und dann noch auf dem Kopf - und war erstaunt über das Ergebnis. Mit der „anderen“ Hand zu malen oder zu zeichnen verwirrt zu Beginn. Auch habe ich mich leicht unter Stress gefühlt. Ich wollte doch mit Meisterwerken nach Hause kommen. Aber es hat den Vorteil, dass man seine hohe Erwartungshaltung deutlich nach unten korrigiert. Mit der „falschen“ Hand ist man weniger genau. Und akzeptiert Ausrutscher. Das macht die Bilder lebendiger. Die Gegenstände scheinen fast zu tanzen. Jedenfalls wirken sie unbeschwert und lebenslustig. 
 
Mich begeistern spontane zwischenmenschliche Begegnungen oder Aktionen. Ganz schnell ändern die Teilnehmer der Szenerie sie ihre Position oder ihren Ausdruck oder verschwinden ganz. Deshalb muss man den richtigen Augenblick erwischen, um sie festzuhalten. Ähnlich wie bei der Fotografie. Diese Unkalkulierbarkeit fasziniert mich – und ich versuche es immer wieder, schnell genug zu sein, um das Wichtigste auf meinem Blatt festzuhalten. Den Ausdruck, die Stimmung, einen markanten Wesenszug. Denn in wenigen Sekunden ist diese Szene unwiederbringlich vorbei.
 
2012 habe ich mit der Bildhauerei begonnen. Dazu verwende ich 30 Mio. Jahre alten Kalksandstein aus Les Baux de Provence. Dieser Stein ist recht weich und lässt sich gut bearbeiten. Schwerpunkt meiner Skulpturen ist der weibliche Körper.
Im Sommer 2014 habe ich eine wunderbare Skultur aus den Stein befreit - Les Aimants. Diese Skulptur beeindruckt durch ihre Sinnlichkeit. Sie stellt Wesen dar, die sich umarmen und küssen. Je nach Blickrichtung auf die Skultur sind die Körperteile mal Kopf, mal Schulter. Man weiß nicht, wie viele Menschen insgesamt miteinander verbunden sind. Ihre Anziehungskraft ist fast spürbar. Deshalb - und da die Skulptur in der Provence entstanden ist - habe ich der ihr den Namen Les Aimants gegeben.
 
 
bisherige Ausstellungen:
Wittmund (Ostfriesland), Palette des Ostfriesischen Kunstkreises
Carolinensiel (Ostfriesland), Harle-Kunstausstellung
Rhauderfehn (Ostfriesland), Kulturring und Kunstkreis e.V. 
Arles (Provence), Blue Art Galery
Altharlingersiel (Ostfriesland), Ostfriesische Teestube